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Frauenschutzhaus
Dresden e.V.

Beratung

Was ist häusliche Gewalt?

Häusliche Gewalt ist Gewalt zwischen Menschen, die zusammenleben oder zusammengelebt haben. Täter und Täterinnen wenden häusliche Gewalt im „geschützten“ Rahmen der Ehe, Familie und Partnerschaft an und stehen den Betroffenen oftmals sehr nahe.

In Fällen häuslicher Gewalt kommt es selten zu nur einer Gewalthandlung, sondern die Gewaltausbrüche werden stärker und der zeitliche Abstand kürzer.

Häusliche Gewalt wird im eigenen Schutzraum, der Wohnung, auf Arbeit und im sozialen Umfeld ausgeübt.

Welche Formen von häuslicher Gewalt gibt es?

Körperliche/physische Gewalt: Stoßen, Boxen, Würgen, Ohrfeigen, Treten, mit Gegenständen werfen, Überschütten mit Flüssigkeiten, an den Haaren ziehen, festes Zupacken, Schlagen, mit Zigaretten verbrennen, Kopf gegen die Wand schlagen, Angriffe mit einem Gegenstand, (Messer, Gürtel etc.), Mordversuch oder Mord, ...

Sexualisierte Gewalt: Vergewaltigung, versuchte Vergewaltigung, sexueller Missbrauch, sexuelle Belästigung, sexuelle Nötigung, …

Psychische Gewalt: Beleidigung, Demütigung, Verleumdung, Diskreditierung, Herabminderung, Missachtung, Schweigen, Abwertung, Eifersucht, Herunterspielen ausgeübter körperlicher Gewalt, Schreien, Kontrolle von sozialen Kontakten, soziale Isolation, Zerstören wertvoller persönlicher Dinge, …

Ökonomische Gewalt: Verweigerung des Zugangs zum Geld, Zuteilung von Geld, Geld als Mittel zur Belohnung und Bestrafung, …

Die Gewaltformen treten selten isoliert auf, sondern haben viele verschiedene Gesichter.

Was sind die Folgen von häuslicher Gewalt?

Manche Berührung spürt Frau lebenslang

Physische Gewaltausbrüche haben oftmals schwere körperliche Verletzungen zur Folge: Prellungen, blaue Flecke, Platzwunden, Knochenbrüche, Verbrennungen, geplatzte Trommelfelle, ausgeschlagene Zähne, Stichverletzungen,...

Frauen, Männer und Kinder, die Gewalt (mit-)erlebt haben oder mit ansehen mussten, können als Folge seelisch und/oder körperlich erkranken. Durch diese traumatischen Erlebnisse, wie häusliche Gewalt in der Familie, können schwerwiegende psychische und/oder physische Beeinträchtigungen auftreten:

Psychosomatische Beschwerden

  • Dauermüdigkeit
  • chronische Schmerzen
  • innere Unruhe
  • ...

Psychische Erkrankungen

  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Schlafstörungen und Alpträume
  • Angstzustände
  • Depressionen
  • Selbstverletzungen
  • Essstörungen
  • ...

Betroffene, die in einer Gewaltbeziehung leben, sind meist sozial isoliert, da die Kontakte von Seiten der/des Täter/-in unterbunden und/oder kontrolliert werden.